Samstag, 6. Juni 2015

Heiliger Norbert - Bistumspatron Magdeburgs

Auch wenn es schon lange der Vesper und der Vorabendmesse für den morgigen Sonntag ist, möchte ich es doch nicht versäumen, die mit der seligen Jutta von Sangerhausen angefangene Reihe über die Figuren auf der Mitra Rintelens weiterzuführen.

Die Rückseite der Mitra Rintelens
Der 6. Juni ist nicht nur bekannt als D-Day, sondern auch der Gedenktag des heiligen Bischofs und Ordensgründers Norbert von Xanten. Da Norbert ja auch der Patron des Bistums Magdeburg ist und schließlich auch Erzbischof von Magdeburg war, nennen wir ihn hier auch Norbert von Magdeburg.
der heilige Norbert ist auf der Vorderseite dargestellt

Über das Leben des heiligen Norbert habe ich vor ein paar Jahren schon einmal einen kurzen Artikel geschrieben. Daher möchte ich jetzt noch ein anderes kleines Schmankerl einbringen: Auch der Vorgänger Weihbischof Rintelens als Erzbischöflicher Kommissar in Magdeburg, Wilhelm Weskamm, hatte eine sehr schöne Mitra von Edith Ostendorf. Sie ist zur Zeit in der St. Sebastians-Kathedrale in Magdeburg ausgestellt und zeigt ebenfalls, neben anderen, den heiligen Norbert.


die Vorderseite der Mitra Weskamms

diesmal ist der heilige Norbert auf der Rückseite

Freitag, 5. Juni 2015

Die Messe als Himmel auf Erden - Fronleichnam

Gestern konnte ich mein erstes Fronleichnam als Diakon erleben. Dazu war ich in die Pfarrei Oschersleben eingeladen. Es war schon ein besonderes Erlebnis, Christus in der Monstranz durch die Straßen der Stadt zu tragen und mit ihm, quasi unter vier Augen und doch ganz in der Welt, ein Christophorus - ein Christus-Träger zu sein.
Der amerikanische Konvertit Scott Hahn beschreibt die Messe anhand der Offenbarung des Johannes sehr eindrücklich als den Himmel auf Erden. Gestern konnte ich dies in ganz neuer und tiefer Weise erfahren und spüren. Unter dem doppelten Himmel, mit dem himmlischen Brot in der Monstranz den Segen in alle Himmelsrichtungen bringend. 
Dafür bin ich sehr dankbar und umso mehr freue ich mich, dass ich noch zwei Fronleichnamsfeiern in diesem Jahr vor mir habe. Am Sonntagmorgen feiern wir in meiner Praktikumspfarrei das Hochfest in der schönen Marienkirche in Sandersdorf und am Nachmittag bin ich dann noch in Köthen eingeladen. 


Mehr schöne Bilder gibt es auf der Homepage der Pfarrei Oschersleben.


Dienstag, 5. Mai 2015

Selige Jutta von Sangerhausen

Gestern durfte ich im Paderborner Diözsanmuseum die Mitra Weihbischof Rintelens näher unter die Lupe und dazu auch in die Hand nehmen. Das Museum hat montags geschlossen und so konnten wir die wunderbare Arbeit Edith Ostendorfs auch aus der Vitrine und in eine Werkstatt nehmen, wo mehr Platz und vor allem gutes Licht war.

Vor zwei Jahren habe ich die Mitra in meiner Magisterarbeit über das bischöfliche Wirken Rintelens näher beschrieben und so habe ich dem gestrigen Tag mit einiger Freude und Aufregung entgegengefiebert. Rintelen hat diese Mitra zu seiner Bischofsweihe am 24. Januar 1952 getragen. Ein Jahr später fand sich im damals noch sehr jungen Kirchenblatt "Tag des Herrn" ein toller Artikel über die Infel.


Sie ist mit acht Figuren aus der Magdeburger Bistumsgeschichte und den Wappen der alten Bistümer, auf dessen Grund das damalige Erzbischöfliche Kommissariat und heutige Bistum Magdeburg besteht, bestickt.
Die Figuren stellen acht Heilige und Selige, vier Männer, vier Frauen dar. Unter anderem die selige Jutta von Sangerhausen, deren Gedenktag heute ist. 




Die selige Jutta wurde im Jahre 1220 geboren. Als junge Frau war sie mit Freiherr Johannes Konopacki von Bildschön (heute: Bielczna) verheiratet. und hatte mit ihm mehrere Kinder. Das Eheglück währte nur kurz, da ihr Mann nach fünf Jahren verstarb. Nachdem Jutta ihre Kinder versorgt hatte, verteilte sie ihre Reichtümer und gab sich ganz dem Dienst der Armen und der Pflege der Aussätzigen hin.
Als Bettlerin, als Pilgerin Gottes und als "Schwester der Armen" wanderte sie auf den Straßen und kam 1256 mit ihrem Verwandten, dem damaligen Hochmeister des Deutschen Ordens, Anno von Sangerhausen, nach Kulmsee (Chełmża), wo sie in einer Zelle als Rekluse lebte. Sie diente Gott durch Gebet und Fasten und widmete sich den Armen und Aussätzigen, denen sie im Leprosenheim St. Georgen zu Kulmsee ein Obdach schuf.
Nach einem Leben des Gebetes, der Buße und Gottinnigkeit starb sie am Vigiltag des festes Christi Himmelfahrt, am 11. Mai 1260.
Bestattet wurde Jutta im Dom zu Kulmsee in einer Kapelle, die ihren Namen trägt. Bald nach ihrem Tode wurde Sie als Heilige und Patronin Preußens verehrt und ist bis heute als Patronin des Kulmer-Landes unvergessen.
Besonders innig ist ihre Verehrung in der Jutta-Kapelle zu Bielczyny, wo einst ihre Zelle stand. 

(Vita nach dem Ökumenischen Heiligenlexikon und der Pfarrhomepage der Katholischen Pfarrei St. Jutta in Sangerhausen)



Samstag, 2. Mai 2015

Heute vor sechs Jahren und heute vor einer Woche

Nach ziemlich langer Abwesenheit will ich den heutigen Abend einmal nutzen, um in Dankbarkeit und Freude auf zwei Ereignisse zurückzuschauen.
Heute vor sechs Jahren, am 2. Mai 2009 wurde in meiner Heimatgemeinde mein guter Freund Alexander Stojanovic durch unseren Magdeburger Bischof Gerhard Feige zum Diakon geweiht. Alexander kommt zwar aus Ostrau, wurde jedoch in Merseburg, seiner damaligen Praktikumsgemeinde, geweiht, da sein Heimatkirchlein doch zu klein für solch einen Anlass ist. Doch auch in Merseburg war es ein sehr sehr schönes Fest und die Gemeinde legte sich gut ins Zeug.
2010 wurde Alexander dann in Magdeburg zum Priester geweiht und ist seitdem in Wittenberg als Vikar tätig.






Das zweite Ereignis fand heute vor einer Woche, am 25. April 2015, am gleichen Ort statt. Bischof Gerhard Feige weihte mich in meiner Heimatkirche ebenfalls zum Diakon. Wieder war es ein sehr wunderbares Fest und ich werde wohl noch lange von den vielen tollen Erinnerungen zehren können. Nach den vielen Jahren des Studiums und der Vorbereitung auf das Priestertum ist nun ein wichtiger Schritt getan und ich freue mich schon sehr, ab Himmelfahrt wieder in meiner Praktikumsgemeinde in Bitterfeld Dienst  tun zu können. Zu meinen neuen Aufgaben gehören dann die Kasualien Taufen, Trauungen und Beerdigungen, aber auch die Verkündigung des Evangeliums und dessen Auslegung in der Predigt.

Allen, die mich über die Jahre hinweg auf unterschiedlichste Weise begleitet haben, mich in Gebet und Zuspruch unterstützt haben, möchte ich an diesem Punkt noch einmal von ganzem Herzen Danken mich auch weiterhin ihrer Fürsprache und ihrem Gebet anvertrauen.








Montag, 26. Mai 2014

State buoni se potete

Zum heutigen Gedenktag des heiligen Philipp Neri ein kleiner Filmtipp: State buoni se potete - Seid gut, wenn ihr könnt, oder "Himmel und Hölle" (die etwas seltsame Übersetzung des Filmtitels ins Deutsche). Dazu gibt es auch schöne Musik von Angelo Branduardi...


Mittwoch, 9. April 2014

Sehn wir uns nicht in dieser Welt...

So sehn wir uns in Bitterfeld. Diesen Spruch habe ich in der letzten Zeit fast jedes mal zu Gehör bekommen, wenn ich jemandem erzählte, wo ich von April bis August im Praktikum bin.
Im Februar habe ich mein Theologiestudium mit einem Prüfungsmarathon soweit abgeschlossen und hatte dann einen Monat etwas Zeit für mich. 
Nun bin ich schon seit über einer Woche in der Pfarrei Heilige Familie in Bitterfeld und habe viele gute erste Eindrücke sammeln können. Meine Aufgaben bestehen zur Zeit vor allem im Mitlaufen. So habe ich die Gelegenheit viele der Angebote und Gruppen der Pfarrei, ihre Gemeinden und Kirchen und auch die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter kennenzulernen. In den kommenden Wochen werden wir dann gemeinsam schauen, wo ich selbst Aufgaben übernehmen kann. Bis jetzt kann ich in Bitterfeld schon beim Küstern ganz gut mithelfen und natürlich hier und in allen anderen Kirchen auch ministrieren. Zudem kann ich mich in der Jugendband, die die Familiengottesdienste musikalisch gestaltet auch am Bass einbringen. 
Bis jetzt fühle ich mich also sehr wohl hier in Bitterfeld und bin auch schon von vielen Gemeindemitgliedern freudig willkommen geheißen worden. So freue ich mich auch auf die kommenden Wochen und Monate hier.
Blick vom Bitterfelder Bogen über die Stadt.
Die linke Kirche im Bild ist die katholische, die Hauptkirche der Pfarrei. 

Ein Blick in den Altarraum der Kirche.
Das Kreuz ist seit dem Passionssonntag verhangen,
im Hintergrund ein altes Fastentuch, welches in mehreren Darstellungen
gut zum Lesejahr passt.

Panorama über die Bitterfelder Altstadt, die Gotische und viel viel Wald.

PS: Ich habe übrigens noch keine Wildschweine gesehen ;)