Freitag, 29. April 2011

Bräuche zu Ostern - Die Feier der 50 Tage

Heute möchte ich kurz über die Zeit schreiben, in der wir Christen Ostern feiern. Die Überschrift sagt es schon, dass es irgendwie um 50 Tage gehen muss, aber genau genommen ist der Osterfestkreis ja noch viel länger. Denn wie jedes gute Fest, so muss auch das Osterfest vorbereitet werden und so beginnt der Osterfestkreis mit dem Aschermittwoch, 40 Fastentage vor Ostern (die Sonntage zählen da nicht rein). 

Den Höhepunkt des Festkreises bildet natürlich das Hochfest der Auferstehung  Christi (vs.Ostern) welches feierlich mit der Lichtfeier am Osterfeuer in der Osternacht (auch -vigil) beginnt. Im Gegensatz zu den vielen weltlichen Festen ist Ostern aber nicht einfach am Ostermontag vorbei. 

Die ersten 8 Tage, also von Sonntag bis Sonntag feiert die Kirche die Osteroktav. In diesen acht Tagen soll die Liturgie besonders feierlich begangen werden und so wird in allen Messen (von den bestimmten Tagen) das feierliche Gloria  und der österliche Entlassungsruf "Gehet hin in Frieden, HALLELUJA HALLELUJA!" gesungen. 

Vierzig Tage nach Ostern feiert die Kirche das Hochfest der Himmelfahrt Christi. Zwischen Ostersonntag und dem Donnerstag von Christi Himmelfahrt steht die Osterkerze an einem gut sichtbaren Platz im Altarraum der Kirche und verdeutlicht, dass Jesus in diesen Tagen seinen Jüngern erschien und zum Anfassen nah bei ihnen war. An den Sonntagen der Osterzeit soll außerdem das allgemeine Schuldbekenntnis entfallen. Stattdessen sollen die Gläubigen mit (dem in der Osternacht gesegneten) Weihwasser besprengt werden (Asperges). Doch damit ist die Osterzeit immer noch nicht zu Ende.

Noch einmal zehn Tage später, am 50. Tag nach Ostern beendet das Hochfest Pfingsten den Festkreis. Pfingsten (von lat. pentecoste (50)) wird gleichsam als Geburtstag der Kirche gefeiert, da an diesem Tag der Heilige Geist über die Jünger, die zum Gebet um Maria versammelt waren, kam und sie so die Verkündung des Evangeliums Christi begannen.

Die Jünger erkennen Jesus, den Auferstandenen
Emmaus-Bild aus dem Querschiff meiner Heimatkirche St. Norbert, Merseburg

Kommentare:

Alexander Jäger hat gesagt…

Hallo Klemens!

Würde das Foto gerne für den Pfarrbrief in Inzing verwenden. Gibst du mir bitte die Erlaubnis dazu?

Danke

Klemens hat gesagt…

ja, das ist kein problem. vielleicht gibts den pfarrbrief auch online? dann kannst du ihn hier noch verlinken.