Samstag, 14. Mai 2011

Reisetagebuch...

Nach dem die letzten 7 Tagen mit 2 Prüfungen, 2 Firmungen, einem tollen Spieleabend in der WG, einer netten neuen Bekanntschaft, meinem Geburtstag... ziemlich ereignisreich waren, ging es heute für mich gen Heimat zu den nächsten Ereignissen. Morgen, am Samstag wird mein Erfurter Mitbruder Martin Gebhardt in Weimar das Sakrament der Weihe (zum Diakon) empfangen und am Sonntag ist in meiner Heimatgemeinde die (hoffentlich) feierliche Erstkommunion.
So stieg ich heut 9.48 Uhr in Wien Simmering in EC nach Dresden und nutzte die Fahrt dorthin bestens mit einem sehr schönen Film (Der Kardinal (auf Englisch...)), einem wunderbaren Buch (jaja, auch das Stundenbuch, aber zur Lektüre habe ich mir ein Geburtstagsgeschenk mitgenommen: Romano Guardini: Der Rosenkranz Unserer Lieben Frau) und meiner Hausarbeit (Kirchengeschichte, Mission, Hl. Franz Xaver). So verlief die Fahrt bis Dresden recht gut, bahntechnisch unproblematisch.
Nach einer Stunde Aufenthalt mit Spaziergang und Cappuccino in der schönen Elbstadt allerdings änderte sich das. Auf Gleis 3 fuhr nämlich ein ganz anderer Zug ein, als mein Fahrplan anzeigte, da ich aber genug Zeit hatte und ob meiner Jugend auch noch sehr flexibel bin, war das nur ein sehr geringes Problem. Ich fand also mit meinem gesamten Polter doch noch den richtigen Zug. Kurz nach Riesa kam die Durchsage, dass wegen betriebstechnischer Störungen der ICE leider nur bis Leipzig führe, wir dort in einen Ersatzzug, IC, umsteigen sollten.
Auf dem Bahnsteig in Leipzig traf ich dann eine ganze Reihe Kommilitonen aus Erfurt und Frau Prof. Dr. Maria Widl, die Pastoralprofessorin von Erfurt.... sowas aber auch.
Mit gerade einmal 20 Minuten Verspätung fuhr dann unser Ersatz-IC von Leipzig ab. Die Fahrt wäre jedoch total langweilig gewesen, wäre nicht drei Wagen vor meinem irgendwas gegen eine Fensterscheibe gedonnert und diese mit lautem Knall ordentlich gesprungen. So konnten wir, nach gründlicher Kontrolle aller an Bord befindlichen Schaffner, Bahnbetriebsführer, Lokführer und sonstiger DBler die Fahrt bis Weimar mit gemütlichen 50 km/h fortsetzen. 
In Weimar wurden wir dann gebeten, um nach Erfurt zu kommen, doch bitte auf die leicht verspätete Regionalbahn am Gleis gegenüber umzusteigen. Gar nicht auszudenken, was gewesen wäre, hätte die RB nicht auch Vespätungen gehabt, dann säße ich wahrscheinlich jetzt noch in Weimar fest, denn nach ursprünglichen "einigen Minuten" wurde der IC in Erufrt schon mit einer ganzen Stunde Verspätung ausgerufen.


Alles in allem also eine durchaus spannende Zugfahrt und ich bin ja heil gegen 22Uhr, im Seminar in Erfurt angekommen und konnte so in gemütlicher Runde unter Mitbrüdern den Abend gut ausklingen lassen. Vor allem hatte ich so im Zug viel Zeit, auch mal wieder das gesamte Brevier aus dem Stundenbuch zu beten (in Wien gehe ich meist zu den Schotten, das ist doch etwas anders). DANKE LIEBE DEUTSCHE BAHN!

Deswegen mein kleines Bild des Tages nun, mein Stundenbuch, meine Braut...die Zeit mit IHM

1 Kommentar:

Nathanael hat gesagt…

interessant, dass wir beim "längeren" umsteigen das gleiche zu pflegen tun ;-) ... siehe elbstadt genießen, umradet von einem schönen cappuccino