Donnerstag, 26. Mai 2011

sommerlicher Abend in Wien

Wien ist eine wirklich grandiose und tolle Stadt und hat wirklich immer etwas zu bieten. Egal ob Frühjahr oder Herbst, Sommer oder Winter, morgens, mittags, abends oder in der Nacht. Ich wohne seit letztem September hier und vermisse die Stadt schon, wenn ich nur daran denke, in anderthalb Monaten wieder auszuziehen. Deshalb nutze ich die mir hier noch bleibende Zeit sehr intensiv und bin viel unterwegs.
Gestern hatten wir WG-Abend, aber nich so richtig Lust wirklich etwas gemeinsam auf die Beine zu stellen. Also sind wir kurzentschlossen einfach ein bissel spazieren gegangen. Zuerst ging es vom Stift in Richtung Volksgarten, der mit seinen vielen Rosen ein wahres Dufterlebnis war. Danach zog es uns zum MQ (für alle, die Wien nicht kennen: Museums Quartier). Dort ist meist was los und uns stand der Sinn nach einem Spritzer oder Radler. 

Im MQ angekommen erwartete uns eine Art Theatervorführung. Das Tanzquartier Wien hat anlässlich des 10. Bestehens des MQs das Rossballett von 1667 neu inszeniert und mit Tänzern, Gabelstaplern, einem Kran, viel Licht und Musik eine wirklich seltsame aber bewegende Mischung unter dem Titel "Sofamaschine" zusammengestellt.
Ich kann nicht sagen, dass ich die Aufführung wirklich verstanden habe, aber sie hat mich, gerade durch die Wirkung von Musik, Licht und Bewegung, sehr berührt. Es gibt sogar eine Art Trailer:

 Diese Sängerin mit ihrer Gitarre, die man hier hört hat auch gestern live gespielt und stark dazu beigetragen, dass die Inszenierung zu Herzen ging.
Als die Aufführung zuende war stand uns der Sinn dann immernoch nach etwas Kühlem. So setzten wir uns im Votivpark auf eine Decke und ließen den Abend bei einem Radler und Pistazien im Schein meiner Ikea-Laterne und mit dem Anblick der schönen Votivkirche ausklingen.

So gemütlich uns lebenswert hab ich bisher kaum andere Städte kennenlernen dürfen!

1 Kommentar:

Johannes hat gesagt…

Dein Bericht lässt Erinnerungen in mir aufsteigen. Als ich meine Jahre in der Wiener Gegend verlebte, war einer meiner schönsten Tage der, als ich mit meinem Lehrer zur Strudelhofstiege gepilgert bin; auf den Spuren des von uns damals so geliebten H.v.Doderer. Bescheiden und unbeschreiblich schön war das.... hhmmm...