Sonntag, 15. Mai 2011

Wie die Sonnenuhr von der Sonne

O Herr, ich gebe mich ganz in deine Hände. 
Mache mit mir, was du willst. 
Du hast mich für dich geschaffen. 
Ich will nicht mehr an mich selber denken. 
Ich will dir folgen. 
Was willst du, dass ich tun soll? 
Geh deinen eigenen Weg mit mir. 
Was du auch forderst, ich will es tun. 
Ich opfere dir die Wünsche, die Vergnügungen,
die Schwächen, die Pläne, die Meinungen, 
die mich von dir fernhalten und mich auf mich selbst zurückwerfen. 
Mache mit mir, was du willst. Ich feilsche um nichts. 
Ich suche nicht im voraus zu erkunden, was du mit mir vorhast. 
Ich will das sein, wozu du mich haben willst; ich will all das, wozu du mich machen willst. 
Ich sage nicht: ich will dir folgen, wohin du gehst; 
denn ich bin schwach. Aber ich gebe mich dir, dass du mich führst, gleich, wohin. 
Ich will dir im Dunkel folgen und bitte nur um Kraft für meinen Tag.
O Gott, du bist so wundervoll bei mir gewesen alle Tage meines Lebens. 
Du wirst mich auch ferner nicht verlassen. 
Ich weiß es, obschon ich keine Rechte vor dir habe. 

Lass mich meinen Weg nicht gehen, ohne an dich zu denken. 
Lass mich alles vor dein Angesicht tragen, 
um dein Ja zu erfragen bei jedem Wollen und deinen Segen für jedes Tun. 
Wie die Sonnenuhr von der Sonne, 
so will ich allein bestimmt sein von dir. 
So sei es, mein Herr Jesus Christus. 
Ich gebe mich dir ganz.

(sel. John. Henry Newman)

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

kaum saß ich im zug fiehl mir genau dieses wirklich schöne gebet in die hände....
da fällt mir doch glatt was ein "Folgen. Leben mit Jesus hat Folgen. Die alten Pläne und Ideen zähln nicht mehr.Folgen komm, wir wollen ihm folgen. Sein Weg ist gut. Wir gehen hinter her...."