Freitag, 1. Juli 2011

Herz-Jesu Hochfest

Einen sehr schönen Gedanken zum Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu hat Bischof Clemens Pickel auf seinem Blog "Katholisch in Südrussland".
Beten wir also für die Priester, an denen wir immer mal wieder anecken, für die, die immer für uns da sind, und für alle, die wir kennen.

Als ich heute Morgen im Stephansdom zur Messe am Herz-Jesu-Altar zur hl. Messe war, die ein ehemaliger Berliner Mitbruder, der dieses Jahr Pfingsten zum Priester geweiht wurde, zelebrierte, kam mir, passend zu seiner kurzen Predigt, ein weiterer Gedanke. 
Vor dem Altar des kleinen Seitenaltares ist eine Glasscheibe angebracht und ich stand genau so, dass sich das Licht der Scheinwerfer und das Tageslicht in der Scheibe genau auf dem Herzen Jesu spiegelten. Als ich mich aber zum Kanon hinkniete, war die Reflektion durch den veränderten Blickwinkel verschwunden. Da fiel mir auf, warum wir dieses Fest heute oft so schlecht verstehen und als Kitsch abtun. Jesus Christus hat sich für uns klein gemacht, sich erniedrigt, er wurde wie ein Sklave und uns Menschen gleich (vgl. Phil.-Hymnus). Seine Selbsthingabe ging bis ans Kreuz, wo er für uns starb und sein Herz um unserer Sünden willen zu schlagen aufhörte. Wenn wir uns heute nur an den großen Festen erfreuen können, Weihnachten, Ostern, Pfingsten, dann hängt es oft nicht mehr mit dem Festgeheimnis der einzelnen Tage zusammen, sondern meist nur mit deren Größe und Glanz. Das Herz-Jesu-Hochfest aber ist vielleicht das kleinste unter den Herrenfesten und wir müssen uns vor Jesus wieder kleiner machen. Zu oft können wir uns nur noch groß machen. Das heutige Fest lehrt uns wieder Demut und Haltung liebenden Kleinmachens. Wenn wir nicht mehr darauf bestehen, groß zu sein, dann können wir uns in der Weite des Herzens Jesu wiederfinden und in seiner Liebe geborgen sein.


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