Dienstag, 16. August 2011

Freier Tag Nr. 2

Heute hatte ich meinen zweiten freien Tag und da keine Freunde aus der Schweiz da waren, wollte ich mein Programm von letzter Woche nachholen. Zuerst jedoch habe ich gut ausgeschlafen =) Als ich dann aufgestanden war, sah der Himmel allerdings gar nicht einer Bergwanderung aus, so verbrachte ich den Vormittag erstmal damit, Mails zu checken, mit unseren beiden Amerikanern, Kyle und Robert, zu quatschen und Kakao zu trinken. Gegen 12 ging es dann ins Ave Maria, eine Art Mensa fuer die Helfer von Lourdes. So gestaerkt zeigte mir Kyle noch den Friedhof der Stadt und das Grab der Familie Soubirous und ich ihm im Gegenzug den Laden der Bethlehem-Moenche und Monialen.
Inzwischen hatte sich der Himmel auch anders entschieden und die Sonne schien bei blauem Himmel, also machte ich mich doch noch daran, in die Berge zu wandern. Schon bald merkte ich, dass die Sonne wirklich drueckte und es extrem heiss war, aber ich hatte mir im Supermarkt noch eine Flasche Wasser und Kekse gekauft. Der Weg auf den Berg war dann gar nicht so leicht zu finden, so kletterte ich erst auf einigen Klippen herum und dachte schon, dass fuer den heutigen Tag der Gipfel erreicht waere (ich habe keine Karte und wusste nicht mal den Namen des Berges...), doch auf dem schon angefangenen Rueckweg fand ich dann doch noch einen Weg, der mit einem gelben Pfeil markiert war.
Dieser Weg entwickelte sich nach und nach zu einem echten Abenteuer, mitten durch einen Wald und immer schlechter erkennbar, teilweise extrem steil bergauf. Zudem neigte sich nach der Klippentour mein Wasservorrat schon dem Ende und ich hatte wirklich zu tun, nicht abzubrechen. Gottseidank fand ich im Wald noch eine Quelle, an der ich meine Flasche auffuellte und so zum weitermachen motiviert wurde. Nachdem Waldstueck wurde es dann besser. Ueber Farnverwucherte Wiesen erst maessig und dann zum Gipfel hin auch ziemlich steil bergauf, aber mit einem klaren Ziel vor Augen und einer ueberwaeltigenden Aussicht im Ruecken. Unterwegs traf ich dann noch zwei Elsaesser, die auch ganz schoen mit dem Aufstieg zu tun hatten. Ich ueberholte sie nach einem Stueck gemeinsamen Weges und erklomm den Gipfel so quasi im Alleingang: die Aussicht war absolut wunderbar und es wehte eine angenehme Brise. Zudem hoerte ich die Gesaenge der Eucharistischen Prozession, die vom Wind bis auf den Berg getragen wurden.
Als die Elsaesser dann auch auf dem Gipfel waren, spendierten sie mir ein Bier, denn sie hatten zufaellig drei dabei...der Herr gibts! Und auch die Muttergottes gab etwas, denn unter dem Gipfelkreuz fand ich im Gras eine Marienmedallie, die ich mir als Andenken an diese Tour mitgenommen habe.
Nachdem ich einige Karten geschrieben, Fotos gemacht und die Vesper gebetet habe, machte ich mich dann an den Abstieg, er dauerte nur eine Stunde, war aber auch sehr schoen, denn ich waehlte ein andere Route und kam so im Jugenddorf St. Pierre zurueck auf die Strasse.

am Grab von Bernardettes Familie


die alte Bergbahnstation, frueher ging es wohl noch einfacher hinauf

ueberall Farn und eine tolle Aussicht

die eingeholten Elsaesser

das Gipfelkreuz, im Jahre 2000 von einer Gruppe aus Tirol errichtet

Lourdes

das Tor zu den Pyrenaeen

der Blick auf die unterirdische Basilika St. Pius X.

auch die Elsaesser erreichten den Gipfel

und spendierten ein Bier

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