Samstag, 6. August 2011

Nach den ersten 5 Tagen...

... hier in Lourdes ein zweiter Gruß und einige Eindrücke.

Zuerst möchte ich ein bisschen von meiner Unterkunft erzählen. Ich wohne mit etwa 30 anderen Seminaristen im Maison Marthe et Marie. Wir sind eine bunte und internationale Gruppe. Die größte Sprachengruppe sind die Italiener, doch kommen diese nicht nur aus Italien, unter ihnen sind auch Vietnamesen und Papuaneuguinesen, die in Rom studieren. Die zweitgrößte Gruppe ist die der Spanier. Dann kommen einige Briten und Amerikaner. Ein Ire und einige Afrikaner für die Franzosen und die kleinste Gruppe sind wir Deutschen. Seit heute Morgen sind wir nur zu zweit, da Martin aus der Erzdiözese München-Freising Richtung Heimat und WJT gereist ist.

Die Laudes und die Vesper beten wir Seminaristen zusammen mit einem italienischen Oblatenpater in der Kapelle des Hauses in den vielen vertretenen Sprachen (Deutsch kommt meist zu kurz, nämlich gar nicht dran). So lernen wir die verschiedenen Sprachen durch Mitbeten und Singen und vorallem dann bei den Mahlzeiten besser kennen.


Als Zweites will ich kurz über meine Aufgaben hier schreiben: Ich arbeite, obwohl es mein Sozialpraktikum ist, weniger in den Bädern und bei der Hospitalité, als in der Pilgerseelsorge und-betreuung. Dazu gehört, dass wir in den deutschen Messen ministrieren, den Kreuzweg und Rosenkranz zu den täglichen Gebetszeiten begleiten und vorbeten, die Pilger zu den Prozessionen sammeln und auch täglich entweder durch den Wallfahrtsbezirk oder auf den Spuren der heiligen Bernadette durch die Altstadt von Lourdes führen. Bei den internationalen Messen werden wir als Lektoren, Ministranten oder im Chor eingesetzt. Betreut werden wir dabei von einem deutschen Oblatenmissionar, Pater Barzen.

Für mich sind die Führungen die schönste Aufgabe. Nicht weil ich nicht gerne den Rosenkranz oder Kreuzweg beten würde, sondern weil ich dadurch auch selbst viele neue Erfahrungen sammeln kann. Oft sind es nur sehr wenige, manchmal nur ein oder zwei Pilger, die wir führen müssen, doch kommen gerade so anregende Gespräche zustande und persönliche Fragen können viel eingehender beantwortet werden. Ich selbst hatte gestern meine erste Führung und war vorher sehr aufgeregt. Schon im Mai hatte ich die Materialien zugeschickt bekommen, doch war dies alles sehr theoretisch, da ich noch nie in Lourdes war. In meinen ersten Tagen musste ich so selbst noch geführt werden und den Ort und die heilige Bernadette verstehen lernen. Nun darf ich dies weitergeben.


Als Drittes kommen noch ein paar Bilder, die wahrscheinlich mehr sagen, als die vielen Worte…

Die Grotte von Lourdes

Beginn der Lichterprozession






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