Mittwoch, 19. Oktober 2011

Was uns heilig ist...

Johannes hat auf seinem Blog einen schönen Beitrag zur Kommunionspendung gepostet und mir ging in den letzten Tagen ein ähnlicher Post durch den Kopf, da mir bei unserem neuen Regens aufgefallen, wie sorgsam er mit dem Allerheiligsten umgeht und sich zum Beispiel nach der Elevation der Hostie nach den Einsetzungsworten ganz sorgsam die Finger über dem Kelch abstreicht. Natürlich ist der Regens nicht der einzige Priester den ich kenne, der dies tut, doch ist es mir in den letzten Tagen mal wieder besonders aufgefallen, wie sehr es die Liturgie und vor allem das Empfinden und den Umgang mit dem uns Allerheiligsten aufwertet.
Ich glaube, es macht einen sehr großen Unterschied auch für die Gläubigen, wenn der Priester einen so sorgsamen, ja liebevollen, Umgang mit dem Leib und Blut Christi pflegt, denn gerade so wird deutlich, dass hier nicht irgendetwas irdisches passiert, sondern wir ein Stück weit teilhaben an der göttlichen Liturgie und das sich Gott hier ganz klein macht und unter den Gestalten von Brot und Wein nicht nur symbolisch, sondern ganz real da ist, mit seinem ganzen Leib, seinem ganzen Blut und seiner ganzen Seele. 
Das ist etwas, was sich uns in seiner Größe und Bedeutung wohl niemals ganz erschließen wird, wir können es nur gläubig und staunend annehmen. Gerade in der heutigen Zeit, wo so viel einfach oberflächlich abgetan wird und so auch viele menschliche Beziehungen nur noch aus Facebookposts und ICQ-Chats bestehen, ist die Eucharistie als Sakrament der innigsten Beziehung zu Gott so wichtig und dazu gehört eben auch der feinfühlige Umgang mit dem Leib und Blut Christi, der eben nicht nur oberflächlich symbolisch irgendwie da ist und dann wieder weg, sondern sich ganz wahrhaftig für uns am Kreuz dahin gegeben hat und für uns und zu unserem Heil gegenwärtig im eucharistischen Brot wird.
Was unseren Sensus für das Heilige angeht,
können wir noch viel von den ostkirchlichen Riten lernen

aber auch bei uns machen die kostbaren Gewänder
und die schönen Monstranzen deutlich, worum es geht
und zum Beispiel der Schutzpatron der Ministranten gab,
um den Leib des Herrn zu schützen, sein Leben

Kommentare:

Johannes hat gesagt…

Wahrscheinlich ist es enorm wichtig, auf das Heilige und Schützenswerte "unseres" Allerheiligsten hinzuweisen. Wenn ich richtig sehe, liegt genau das in der Hauptintention des Papstes. Wunderbares Posting!

Braut des Lammes hat gesagt…

Mit der Beobachtung hast du übrigens (auch) völlig recht, das ist mir auch besonders aufgefallen und es ist für die Gläubigen wichtig.

Thomas hat gesagt…

Ein wahrlich sehr schönes Bild.
Es erinnert mich an meine Erstkommunion im Byzantinischen Ritus.