Freitag, 11. November 2011

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.

Dieser Leitsatz der Nächstenliebe könnte gut als das Lebensmotto des Heiligen Martin von Tours gelten. Der Heilige Martin ist einer der wohl bekanntesten Heiligen und viele Gläubige gedenken seiner durch verschiedene Volksbräuche, von der Martinsgans bis zum Lichterumzug. 
Hier in Erfurt wird Martin von Tours besonders als Stadtpatron verehrt, weswegen jedes Jahr zu seinen Ehren die große Glocke Gloriosa geläutet wird. 

Doch der heilige Martin hat mehr zu bieten als nur Volksbräuche und Glockengeläut, viel mehr könnte man sein Leben gnadentheologisch unter den Slogan "Vom Tellerwäscher zum Millionär" stellen. Nachdem er schon mit 10 Jahren in eine Gruppe von Katechumenen aufgenommen wurde, musste er, dem Befehl seines Vaters und des kaiserlichen Gesetzes gehorsam in die Legion und wurde sogar in die Leibwache des Kaisers selbst hineinberufen. Seine Berufung zum Christentum jedoch, der Ruf Gottes, lies ihn nicht mehr los und so bat er um vorzeitige Entlassung aus dem Militärdienst, was ihm nicht gewährt wurde. 

Schon während seiner Militärlaufbahn ließ sich Martin taufen und stand für seinen Glauben ein. So teilte er seinen Mantel mit einem Bettler, der sich ihm die Nacht darauf als Christus selbst offenbarte. "Was ihr für einen meiner geringsten getan habt, das habt ihr für mich getan" (Mt 25,40b).

Später, nach Beendigung seiner Wehrpflicht von 25 Jahren,  setzte er sich leidenschaftlich mit Arianismus auseinander und predigte gegen diese Irrlehre, er begegnete anderen Heiligen seiner Zeit wie dem Bischof von Mailand, Ambrosius, und dem Bischof von Le Mans, Liborius, zu dem er bis zu dessen Tod eine enge Freundschaft führte und ihm sogar die Sterbesakramente spendete.

Schließlich wurde er selbst Bischof und setzte sich für die reine Lehre und die christliche Nächstenliebe ein. Dies ging soweit, dass er einen zum Tode verurteilte zu retten sein Todesurteil abzumildern versuchte.

Mit über 80 Jahren starb Bischof Martin von Tours und wurde am 11. November 397 schon als heiligmäßig verherter Mann Gottes beigesetzt. 

Zusammen mit dem Heiligen Nikolaus: die Heiligen der Nächstenliebe


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