Montag, 28. November 2011

Rorate caeli

Morgen früh feiern wir im Seminar unsere erste Roratemesse in diesem Jahr. Das bedeutet zum einen, dass wir eine Stunde eher aufstehen müssen, als normal, denn statt um 7 geht es morgen um 6 Uhr morgens los. 
Zum anderen erinnert uns das an die Texte der gestrigen Messe. "Wachet!" rufen sie uns zu "Seid wachsam!" und so versammeln wir uns zu einer Zeit, da wir normalerweise noch tief schlafen oder gerade einmal vom Wecker genervt werden (hier im Haus auch gerne einmal vom Wecker des Nachbarn). Wir halten uns bereit für das Kommen Jesu Christi.
An die Ankunft, den Advent, erinnert auch die Antiphon, nach der diese besonderen Messen, die wir im Schein der Kerzen feiern, benannt sind. "Rorate caeli desuper et nubes pluant iustum"- Tauet Himmel, von oben, und ihr Wolken, regnet den Gerechten". Der Gerechte, der uns Heil, Trost und Erlöser wird, kommt in diesen Tagen in unsere Welt, darauf gilt es sich vorzubereiten.
In dieser Zeit der Vorbereitung begleitet uns besonders Maria, in deren Gedenken die Roratemessen auch gefeiert werden. Nur durch ihr "es werde - mir geschehe nach deinem Wort" konnte überhaupt erst Advent werden. Gott wird ganz klein, wird Mensch, und Maria empfängt ihn in ihrem Leib durch ihren Glauben und ihr Vertrauen.

Mit diesen Gedanken wollen wir uns, auch über den Rahmen der Roratemessen hinaus, auf das Kommen Gottes in die Welt, die Geburt Jesu Christi vorbereiten. Schaffen wir uns und ihm Platz in unseren Herzen und bleiben wachsam für seine Ankunft.



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