Mittwoch, 14. Dezember 2011

Johannes vom Kreuz - Da ist der Name noch Programm

Der Heilige Johannes vom Kreuz ist für mich schon ein besonderer Heiliger. Wie kaum ein anderer ist ihm sein eigener Name zum Lebensprogramm geworden. Gemeinsam mit Teresa von Avila reformierte er den Karmelitenorden und hatte dabei mit großen Widerständen zu kämpfen, die ihn sogar ins Ordensgefängnis nach Toledo brachten. Je schwerer jedoch das Kreuz wurde, dass er zu tragen hatte, desto näher wusste er sich Christus und konnte so tiefe mystische Erfahrungen machen.

Vielen Christen ist vor allem sein Buch "Die Dunkle Nacht" eine große Stütze und Hilfe in Momenten der gefühlten Gottferne geworden und so sahen sie sich in diesem Büchlein gleichsam wie in einem Spiegel.
Doch im Moment der größten spürbaren Gottferne, der dunkelsten Nacht, ist uns Gott eigentlich ganz nahe, mit uns leidet er am Kreuz und wird so zum wahren Morgenstern.

die Kreuzesmystik des Heiligen stellte die Kirche wieder sichtbar unter das
Heilszeichen Christi
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kurz vor der Papstmesse, ein großes Kondensstreifen-Kreuz über dem Dom
(ein Foto von meinem Vater)

Kommentare:

Braut des Lammes hat gesagt…

Dazu die Randbemerkung, daß bei Karmeliten der Name tatsächlich oft Programm ist; im Unterschied zu anderen Orden wählen die Postulanten vor der Einkleidung selbst einen Ordensnamen. Insofern liegt es nahe, etwas zu wählen, zu dem man eine besondere Beziehung hat.

Klemens hat gesagt…

ja, es ist halt nicht nur ein name, der ihm posthum verliehen wurde.

nomen est omen ;)