Donnerstag, 1. Dezember 2011

Sofort ließen sie ihre Netze liegen...

...und folgten ihm (Mt 4,20)

Heute hat die Kirche des heiligen Apostels Andreas gedacht. Leider bin ich nicht eher dazu gekommen, zu schreiben, da ich ziemlich mitten in einer Referatsvorbereitung für Freitag stecke. Nun möchte ich mir aber doch noch ein paar Gedanken über den Apostel machen, der auch der Patron Schottlands ist und durch sein Kreuz an jedem Bahnübergang präsent ist.
Hl. Andreas, Bild aus dem Schotten(!)-museum
Schon gestern Abend im Schriftkreis haben wir uns Gedanken über das heutige Tagesevangelium gemacht, aus dem das Anfangszitat stammt. Es ist schon beeindruckend, wie radikal die Nachfolge der Apostel war. Da kommt ein wildfremder Mann und spricht sie an, sie sollen ihm nachfolgen, er wolle sie zu Menschenfischern machen. Simon Petrus und Andreas, zwei Brüder, hatten ihren Beruf als Fischer und sicherlich ein halbwegs gedecktes Tageseinkommen, sie kannten sich auf den Gewässern aus und wussten, wann es welche Fische wo zu fangen gab. Und dann kommt Jesus und sie lassen einfach alles zurück und ziehen mit ihm mit. Ich glaube, das ist ein Gedanke, der uns Heute völlig fremd ist, wir müssen immer alles überdenken und durchplanen; erst nach einer genauen Analyse der gesamten Situation können wir eventuell aufbrechen. Die Apostel aber ließen ihre Netze sofort liegen. Sie fackelten nicht lange und folgten Jesus nach.

Es ist gerade im Advent, einer Zeit der Umkehr und Besinnung auf Weihnachten, ein schöner Impuls, altes zurück zu lassen und in der Nachfolge Christi neu zu beginnen.



ein Gruß und Gottes Segen auch nach Schottland und alle Schotten (auch die in Wien)

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