Mittwoch, 22. Februar 2012

Memento homo quia pulvis es...

.. Et in pulverum reverteris!

Heute beginnt mit der Spendung des Aschekreuzes die 40-tägige Vorbereitung auf Ostern. Die Asche, die aus der Verbrennung der Palmenzweige des letztjährigen Palmsonntags gewonnen wird, soll ein Zeichen der Umkehr und der eigenen Schuld sein. Sie erinnert uns an unsere eigeneVergänglichkeit und ist so auch ein Zeichen des Todes.
Doch aus der Asche geht auch Leben hervor, auch wenn wir nicht wie der Phönix aus der Asche auferstehen, so ist sie doch ein wertvoller Dünger und wie nach einem Vulkanausbruch kann nach einer Zeit der Beruhigung und Stille reiche Frucht und Blüte hervorgehen.

So bietet uns der Aschermittwoch und die anschließende Fasten- und Bußzeit die Möglichkeit vieles zu beenden und neues zu beginnen. Im Gebet und im bewussten Mehr oder Weniger ist uns so eine große Chance gegeben.

In der ersten Lesung aus dem Buch Joel steht heute der markante Satz "Zerreißt eure Herzen, nicht eure Kleider, und kehrt um zum Herrn, eurem Gott!" Die Fastenzeit will uns bis ins Herz treffen und nicht nur an der Oberfläche kratzen. Wenn wir uns darauf einlassen, können wir die große Gnade der Vergebung unseres Fehlens vor Gott erhalten, denn Gott ist "gnädig und barmherzig, langmütig und reich an Treue".

Darauf weist uns auch Jesus im Evangelium hin, wenn er uns warnt, unsere "Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen". Es geht nicht darum, ein trauriges und zerknirschtes Gesicht zu machen, sondern darum in der Tiefe unseres Herzens umzukehren. Zu Gott hin! So haben wir auch einen guten Grund, die Fastenzeit nicht als Zeit der Trauer zu sehen, sondern sie in Freude zu leben auf den Höhepunkt des Kirchenjahres hin. Zum Fest der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus.

Die Asche ist Zeichen von Tod und Leben zugleich!

Keine Kommentare: