Donnerstag, 29. März 2012

ein klösterliches Kleinod mitten in Halle

Eine der Kirchen, über die ich aus meinem Praktikum noch schreiben wollte, ist die Klosterkapelle der Schwestern der heiligen Elisabeth. Leider weiß ich baugeschichtlich eigentlich gar nichts über das Kloster  und seine Kapelle. Als ich in meinem Zimmer die Willkommenskarte mit einem Foto des Klosters sah, dachte ich zuerst, es sei ein Bild irgendeines kleinen bayerischen Klosters. 
Als ich dann das erste mal in die Kapelle kam, erkannte ich, dass ich mich jedoch genau in diesem Bau befand. Die halbrunde Apsis der Kapelle wird begrenzt von zwei kleinen Zwiebeltürmen, die in den Klostergarten hineinragen. Noch unwirklicher erschien mir dies, als ich die Plattenbauten ringsum mit dem Kloster einmal zusammen sah.

Der Konvent der Schwestern der heiligen Elisabeth hat in Halle zur Zeit rund 60 Schwestern, die leider im Altersdurchschnitt um die 70/75 sein dürften. Es gibt nur wenige jüngere Schwestern. Aber die Oberin erzählte mir an meinem letzten Tag, dass es zur Zeit eine Novizin und eine Postulantin gäbe. 
In der DDR war das Kloster das Mutterhaus für den gesamten Osten und dementsprechend größer war der damalige Konvent. Weit über 100 Schwestern wohnten dort und arbeiteten vor allem im Elisabethkrankenhaus.
Heute muss der Konvent immer mehr Konvente auflösen - nicht weil es zu wenig Schwestern wären, doch weil es immer schwieriger wird, Obere zu finden.

Ich denke, wir sollten also ordentlich für die grauen Schwestern und ihre Kongregation beten, um Nachwuchs und gute Schwestern, die im Erbe der seligen Maria Luise Merkert und der heiligen Elisabeth viel Gutes wirken.




die heilige Elisabeth



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