Freitag, 9. März 2012

Hl. Gertrud - eine neue Kirchenlehrerin?


Gestern Nachmittag war ich mit Propst Hentschel zu einer Kuratoriumssitzung im Kloster Helfta und die Priorin Mutter Agnes Fabianek erwähnte in den Neuigkeiten aus Kloster und Orden, dass derzeit ein Kommité prüft, ob die heilige Gertrud von Helfta zur Kirchenlehrerin erhoben werden soll. Natürlich kann das Kommité nur vorbereitend untersuchen und muss nach Abschluss der eigenen Untersuchungen die Causa an die Heiligsprechungskongregation in Rom weiterleiten.
Im Vorbereitungskommité sind unter anderem Generalabt Mauro Lepori OCist, Abt Olivier Quenardel OCSO aus Cîteaux und Abt Philippe Dupont OSB aus Solesme, außerdem auch die Äbtissin von Mariastern-Gwiggen Hildegard Brem OCist.

Ich habe mich über diese Neuigkeit sehr gefreut und sie dann auch auf den OCist Nachrichten gefunden. 
Das Kloster Helfta war im Mittelalter eines der bedeutendsten Klöster der zisterziensischen Frauenmystik mit den drei großen Mystikerinnen Gertrud, Mechthild von Hackeborn und Mechthild von Helfta.

In den 90er Jahren wurde das Kloster unter Schirmherrschaft des damaligen Bischofs von Magdeburg Leo Nowak wiedererrichtet und 1999 zogen unter Äbtissin Mutter Assumpta Schenkl Zisterzienserinnen vor allem aus Seligenthal nach Helfta.

Seitdem entwickelt sich das Kloster Helfta und wird in einer Region, in der über 80% Nichtchristen leben zu einem geistigen Zentrum in unserem Bistum und für die Region des Mansfelder Landes und den Süden Sachsen-Anhalts.
Erst im Januar konnte wieder eine Kandidatin eingekleidet werden.

Ich hoffe, dass es ein positives Verfahren um die Erhebung Gertruds zur Kirchenlehrerin geben wird und dass es auch den Schwestern in Helfta, deren Konvent sich immernoch sehr behaupten und auch innerlich festigen muss, zu geistiger Stärkung und weiteren Aufbrüchen verhilft.

Einkleidung Sr. M. Annas Ende Januar

die drei heiligen Frauen von Helfta, die heilige Gertrud in der Mitte

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