Samstag, 10. März 2012

Kierkegaard

Ich schreibe gerade einen Essay für Fundamentaltheologie über die Verzweiflung als Seinserfahrung mit der sich der Mensch auseinandersetzen muss. Es geht dabei um das Buch "Die Krankheit zum Tode" aus dem Jahr 1849.
Da ich die Ausführungen des Professors leider oft nicht zielführend und meist sehr weit hergeholt finde, habe ich mir einfach das Buch als PDF heruntergeladen, um das Thema auch wirklich halbwegs zu verstehen.
Bevor Kierkegaard in "Die Krankheit zum Tode" zum Thema kommt und auch noch vor dem Vorwort hat er einen kleinen Vierzeiler geschrieben, der mich sehr an meine eigene Situation mit diesem Essay erinnert:



Herr! gieb uns blöde Augen
für Dinge, die nichts taugen,
und Augen voller Klarheit,
für alle deine Wahrheit.



Den Rest mag sich jeder selbst denken, wie er mag ;-)

Kommentare:

Vincentius Lerinensis hat gesagt…

Am besten gefällt mir C.4.3.2 b). Viel "Geflatter", wenig Aussage. Und dann ist da noch der Fehlschluß von "ich habe mich nicht selbst geschaffen" auf "Gott hat mich geschaffen". Den habe ich damals nicht mal bemerkt...

C.4.3 Aufweis der grundlegenden Relationalität nach Sören Kierkegaard

C.4.3.1 Die Aussage Kierkegaards über die grundlegende Relationalität
„Folgendes ist nämlich die Formel, welche den Zustand des Selbsts beschreibt, wenn die Verzweifelung ganz und gar ausgetilgt ist: Indem es [das Selbst] sich zu sich selbst verhält, und indem es es selbst sein will, gründet sich das Selbst durchsichtig in der Macht, welche es gesetzt hat“ (Krankheit zum Tode, 10)

C.4.3.2 Ausarbeitung der Struktur
a) „Ich selbst“ ist ein Verhältnis
Das „Selbst“ ist eine Synthesis und damit ein Verhältnis. Das heißt, daß ich das Verhältnis bereits vollzogen habe, wenn ich „ich“ sage. Denn dazu ist es nötig, daß ich für mich ein Verhältnis zwischen Unendlichkeit und Endlichkeit, zwischen Ewigkeit und Zeitlichkeit und zwischen Freiheit und Notwendigkeit geschaffen habe. Das „Wie“ dieses Verhältnisses macht dabei das „Ich“ aus.

b) Das „Selbst“ verhält sich zu sich selbst
Das Bewußtwerden dieses Verhältnisses erfordert wiederum die Schaffung eines Verhältnisses, nämlich eines Verhältnisses zum Verhältnis, dem Selbst. Das „Selbst“ hat also sich selbst ein Verhältnis zu sich „Selbst“ geschaffen, das bereits selbst ein Verhältnis ist. Dieses neue Verhältnis ist jetzt das Verhältnis eines positiven Dritten.

c) Das Bewußtsein des Verhältnisses in der Form, wie es in b) beschrieben ist, ist aber nur dann möglich, wenn ich weiß, daß ich mich in einem Verhältnis zu jemandem anderen befinde. Es geht also um die Frage, ob der Mensch sich selbst gesetzt hat oder gesetzt wurde. Alleine schon die Frage nach dem Geschlecht eines Menschen zeigt aber, daß sich der Mensch nicht selbst gesetzt haben kann, da kein Mensch sein Geschlecht frei wählen kann. Folglich ist der Mensch also von einer ihn setzenden Macht geschaffen worden. Also ist das sich selbst Bewußtwerden der Vorgang, in dem erkannt wird, daß da ein Gott ist und das „Selbst“ sich in einer Relation zu ihm befindet. Die grundle-gende Relation ist also ein/das religiöse Verhältnis - oder dessen völlige Ausblendung.

d) Das Verhältnis wird durch die „Verzweiflung (-) / Durchsichtigkeit (+)“ qualifiziert. Die Verzweiflung, also das Nicht-Erkennen der Notwendigkeit der Relation zu Gott (und damit ein Bewegen unterhalb der menschlichen Fähigkeiten), beschreibt Kierkegaard als die „Krankheit zum Tode“, wobei er nicht eine biologische Krankheit meint, sondern ein krankes Selbst. Denn durch die Zerstörung des religiösen Verhältnisses wird auch das Selbst zerstört. Ist dieses Nicht-Erkennen aber un- oder selbst ver-schuldet? Nach Röm 1,20 („Sie hätten es wissen können“) ist die Antwort auf diese Frage eindeutig.

Cinderella01 hat gesagt…

"Wir sind jetzt mal ganz offtopic, aber wir haben uns vorgenommen, wegen des Papstgeburtstages heute mal die ganze Blogozese mit unserem Anliegen zu behelligen:


Liebe Mitstreiter und Beter in der Blogozese!

Zum Geburtstag des Heiligen Vaters wollten wir eine Art elektronische Bilderbuchpostkarte für den Heiligen Vater zu seinem Geburtstag erstellen.
Dazu hatten wir vor einiger Zeit angefragt und um Mitgratulanten geworben.
http://beiboot-petri.blogspot.com/2012/02/es-sind-noch-genau-zwei-monate.html
Idee war, aus den Seiten aller Blogs der Blogozese ein Video zu basteln. Dazu müsste auf jeder Seite ein Geburtstagsgruß eingebracht werden, und dann ein Screenshot angefertigt werden und dieser dann an unsere Blog-Adresse goldmaria01@googlemail.com gesendet werden.
Cinderella hat einen ersten Prototyp erstellt, den man sich hier anguggen kann.
http://beiboot-petri.blogspot.com/p/videos.html
Hierzu haben wir willkürlich aus der kath. Bloggerliste 30 Seiten herausgegriffen und die integriert. Jemand der sich dort noch nicht findet, soll also nicht böse sein... das war keine Absicht.
Das ist jetzt nur eine Rohfassung in nicht so guter Qualität, aber wir denken als Ansichtsexemplar genügt es.
Unterlegt wird das ganze dann mit Musik. Wir würden vorschlagen: "Tu es Petrus" Dazu gibt es eine schöne Version von den Regensburger Domspatzen, die wir mir im iTunes-Store runtergeladen habe. Wegen GEMA wollen wir das aber nicht auf den Blog stellen.
Andere Vorschläge sind natürlich willkommen, das könnt ihr uns dann ja in den Kommentarbereich schreiben. Aber bitte dran denken, es soll dem Papst gefallen - nicht nur uns.
Es wäre schön, wenn sich viele beteiligen würden damit es ein schönes "dickes" Buch wird.
Bitte deshalb diese mail großzügig an alle Teilnehmer der Blogozese weiterleiten ... wir kennen ja nicht alle und da ist es gut, wenn es breit gestreut wird.
Wer ein Video mit Musik haben will, bitte über die e-mail-Adresse anmelden. Wir schicken es dann via eMail wg. GEMA"