Samstag, 7. April 2012

Karsamstag - Hinabgestiegen in das Reich des Todes

Schon letztes Jahr habe ich von der Tradition geschrieben, am Karsamstag zu den Gräbern zu gehen, um dort ein Licht zu entzünden und unseren Verstorbenen Christus zu bringen, der gerade am heutigen Tage ganz besonders bei ihnen ist und für sie mit dem Tode ringt.
So bin ich vorhin auch noch mit meiner Mutti auf den Friedhof zu ihren Eltern und Großelten (meinen Groß- und Urgroßeltern) zu gehen. Wir mussten im Sturm ein bisschen mit der Kerze kämpfen, um sie anzünden zu können. Als wir dies jedoch nach etwa 10 Minuten doch geschafft hatten, kam die Sonne heraus und der Wind legte sich für ein paar Augenblicke.
Manchmal lohnt es sich, nicht gleich aufzugeben oder alles hinzuschmeißen. Manchmal scheint alles verloren und tot und doch gibt es noch Hoffnung! In aller Krankheit, in der Not und dem Leid des Lebens scheint uns doch Christus, die Sonne des ewigen Heils und der Gerechtigkeit.
Noch ist ER im Reich des Todes, doch wir dürfen ja schon wissen, dass ER ihn überwinden wird!

Noch weilt ER bei den Toten und wir leben in Trauer um Seinen Tod
Pieta-Mosaik in meiner Heimatkirche St. Norbert


So bin ich nun, nachdem ich mich gut auf das Osterfest vorbereitet habe, in großer Vorfreude auf das "Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaft auferstanden!!!" in dieser Nacht! Nach den Tagen der Trauer und des Leidens kommt das Licht Christi und wir dürfen die Knie vor IHM beugen und Gott für diese Gnade danken.

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