Samstag, 5. Mai 2012

... ihr seid die Rebzweige


Im morgigen Evangelium offenbart unser Herr Jesus sich uns als der wahre Weinstock. Anders als letzte Woche, als der Evangelist Johannes uns Jesus als den guten Hirten vorstellt, ist diesmal  auch ein Auftrag an uns damit verbunden. Wir alle kennen ihn: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Rebzweige“. Christus vertraut uns damit eine Aufgabe an, die wir ohne Ihn nicht vollbringen können. Wir sollen reiche Frucht bringen, damit der Vater durch unser Wirken verherrlicht werde.
Ein Rebzweig kann nur Frucht bringen, solange er am Weinstock bleibt. Wird jedoch der Zweig vom Rebstock getrennt, so verdorrt er, geht ein und bringt keine Frucht hervor. Den Rebzweig der keine Frucht bringt, den schneidet Gott Vater, der ja der Winzer ist, ab. Den fruchtbaren Zweig jedoch reinigt und umsorgt er.
Jesus sagt uns damit also nicht nur, was wir tun sollen, sondern auch wie es gut tun können. Wenn wir in ihm bleiben und uns nicht von ihm abwenden. Immer wieder bedürfen wir der Reinigung durch den Vater, um in Ihm, Christus, reiche Frucht bringen zu können. Die Frucht jedoch, die wir erbringen sollen, ist die Liebe, „die mit ihm das Geheimnis des Kreuzes annimmt und zur Teilhabe an seiner Selbstschenkung wird – und so die wahre Gerechtigkeit, die die Welt bereitet zum Reich Gottes hin.“ (Benedikt XVI. – Jesus von Nazareth I, 306)
Wir sind hineingenommen in das Heilswirken Gottes, doch können wir ohne Ihn und von Ihm getrennt nichts vollbringen. Wenn wir in seiner Liebe bleiben, können wir diese auch weitergeben. In der Liebe bringen wir die Liebe hervor und verherrlichen darin den Vater.


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