Mittwoch, 30. Mai 2012

Seliger Otto Neururer

Heute ist der Gedenktag des Märtyrerpriesters Otto Neururer. Am 30. Mai 1940 hat er im KZ Buchenwald sein Leben gelassen und die Krone des Martyriums empfangen. Bei gutem Wetter sieht man von unserer Fakultät am Erfurter Dom aus das Mahnmal von Buchenwald, den großen Turm und auch oft wenn ich mit der Bahn nach Hause fahre, sehe ich den den Ettersberg. Viele machen sich darüber kaum Gedanken und fahren dort einfach so vorüber, aber ich versuche immer ein kurzes Stoßgebet zu sprechen für die vielen Opfer des Nationalsozialismus und für die Freiheit in der wir heute leben können. 

Der Tiroler Priester Neururer wurde im Dezember 1938 von der Gestapo verhaftet, weil er einer Frau von der Heirat eines aus der Kirche ausgetretenen Nationalsozialisten abriet. Im März 1939 kam er ins KZ Dachau und von dort aus im September des Jahres nach Weimar in das KZ Buchenwald.

Noch im KZ wirkte Otto Neururer als Seelsorger und bereitete einen Mann katechetisch auf die Taufe vor, obwohl dies strengsten verboten war. Als dies aufflog, hängten die KZ-Wachleute ihn kopfüber an den Füßen auf und er erlitt ein 34stündiges Martyrium, wobei er bis zuletzt leise (Gebete) murmelte.

1996 wurde Neururer durch Papst Johannes Paul II. selig gesprochen. In der katholischen Kirche in Weimar, in der wir am Sonntag die Primiz von Martin Gebhardt gefeiert haben, erinnert ein Gedenkstein aus Buchenwald an den Glaubenszeugen.



für die Veröffentlichung dieser Todesanzeige wurde auch Provikar Lampert
von Gestapo verhaftet und erlitt später im KZ das Martyrium

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