Samstag, 7. Juli 2012

Zum morgigen Evangelium:


„Woher hat er das alles? – Ist das nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria?“ – Im morgigen Evangelium hören wir, wie Jesus in seine Heimat kommt:

Er kommt nach Hause zurück und kommt doch nicht an.
Er ist bei seinen Bekannten und Verwandten und kann doch seinen himmlischen Vater nicht bekennen.
Die Menschen in seiner Heimatstadt kennen ihn und erkennen Ihn doch nicht.


Sie erkennen nur den Sohn der Maria. Den Zimmermann, der bei seinem Vater Josef das Handwerk mit Brettern, Nägeln und dem Hammer erlernt hat. Sie sehen in ihm nur einen von ihnen – einen von vielen. Jesus wird für die Menschen zum Niemand, weil sie glauben, dass sie selber nichtig sind: Nichtse in einer Gesellschaft, die sich für sie nicht interessiert.
Wie oft reduzieren wir Menschen nur auf ihren Hintergrund, ihre Herkunft und ihren sozialen Status. Wie oft reflektieren wir dabei unser eigenes Selbstempfinden auf andere.  Wie oft erniedrigen wir unseren Gegenüber, weil wir das Gefühl haben, ihm selber nur von Unten entgegenblicken zu können, ihm unterlegen zu sein.

Jesus war nicht der einfache Zimmermann, der Sohn irgendeiner Maria, derer man sich schon in wenigen Jahren nicht mehr erinnern würde. Jesus war der Christus. Der Sohn Gottes, der sich erniedrigte und gehorsam bis zum Tod war. Jesus Christus war und ist der Herr -  zur Ehre Gottes des Vaters.
Vielleicht kann es uns für diese Woche auch einmal ein Anliegen sein, den nächsten nicht pauschal in eine Schublade einzusortieren. Ihn in seiner Größe anzuerkennen. Statt der Schwächen die Stärken zu suchen. In ihm Christus erkennen, den Herrn – zur Ehre Gottes des Vaters!




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