Dienstag, 15. Januar 2013

Wie schön!

Das Geistliche Tagebuch des seligen Papstes Johannes XXIII. ist sehr bekannt und beliebt. Vor einigen Jahren schon bekam ich einmal ein Buch unter dem Titel "Brevier des Herzens". Es enthält viele Ausschnitte aus dem Tagebuch des Papstes, aber auch viele Ansprachen und schöne Begebenheiten seines Lebens. 
Zum gestrigen 14. Januar findet sich in diesem Buch eine historisch bedeutsame und sehr berührende Begegnung des Papa buono mit dem Ehepaar Alexej und Rada Adjubei: 

Rada und Alexej Adjubei
Der Papst empfing das Ehepaar Adjubei n der Privatbibliothek. An den Wänden hingen Porträts vieler Päpste und Heiliger. Der Papst setzte sich nun an seinen Schreibtisch und bar das Ehepaar Adjubei, Platz zu nehmen.
Dann sagte der Papst: "Nach dem Zeremoniell müßte ich Ihnen jetzt eine Medaille oder Briefmarke überreichen. So ist es bei Nichtkatholiken üblich. Aber das Zeremoniell gefällt mir nicht. Ich möchte Ihnen ein wertvolleres Geschenk überreichen. Wenn Sie damit einverstanden sind, so möchte ich Ihnen, meine lieben Gäste, einen Rosenkranz überreichen, damit unsere Mutter, die Jungfrau Maria, immer bei Ihnen sei."
Frau Adjubei stammelte in Französisch einen Dank und hielt den Rosenkranz in ihren Händen. Der Papst fragte sie dann: "Frau Adjubei, wollen Sie mir bitte sagen, wie Ihre Kinder heißen?" Und er bemerkte lächelnd dazu: "Glauben Sie nicht, daß ich die Namen Ihrer Kinder nicht kenne! Denn bevor ich jemanden empfange, unterrichte ich mich immer über seine Familie. Aber die Namen der Kinder erhalten einen besonderen Klang, wenn sie von der Mutter ausgesprochen werden.!
Zutiefst bewegt von dieser Aufmerksamkeit, nannte die Tochter Chrustschows leise die Namen ihrer Söhne, Nikita, Alexej und Iwan.
Der Papst antwortete darauf: "Welch wunderschöne Namen! Und wie glücklich sind doch Ihre Söhne! Nikita ist der Kosename für Nikolaus. Der heilige Nikolaus ist ein großer Heiliger, der besonders im Orient geliebt und verehrt wird. Und dann Alexej! Wie oft habe ich während meines Aufenthaltes in Bulgarien in Kirchen und in Männer- und Frauenklöstern, die diesem großem Märtyrer geweiht sind, im Gebet verweilt. Aber besonders zugetan bin ich Ihrem Sohn Iwan, der den gleichen Namen trägt, wie ich selbst. Ihnen allen meinen Segen, aber Iwan spende ich meinen ganz besonderen Segen. Streicheln Sie ihn in meinem Namen, wenn Sie ihn wiedersehen. Sie werden sehen, daß die anderen beiden dies nicht übelnehmen werden."



 

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