Donnerstag, 14. März 2013

Franziskus - Name und Programm

Mit seinem neuen Namen hat Papst Franziskus, der schon vorher der "Kardinal der Armen" genannt wurde, ein großes und schwerwiegendes Programm auf sich genommen. Der Heilige Franziskus von Assisi ist wahrlich ein großer Heiliger, der der Kirche seit rund 800 Jahren als Vorbild dient.
Doch ist er mehr als der Begründer des Bettelordens der Franziskaner, der als großer Asket in evangelischer Armut lebte. Er ist auch der fröhliche Heilige, der kleine Arme, Poverello, der die Schöpfung Gottes verehrte und liebte, sie pries und besang.
Er ist aber auch der Heilige, der dem großen Papst Innozenz III. im Traum erschien und die Kirche vor dem Fall bewahrte. Er ist der Heilige, der den Auftrag Jesu "Baue meine Kirche wieder auf" für sich annahm und weder Kosten noch Mühen sparte, dies umzusetzen - nicht im Umsturz und durch revolutionäre Veränderung - sondern durch die Predigt des Evangeliums und seinen starken Glauben an Christus, den Sohn Gottes.
Bewegend ist zu sehen, dass die Kutte des heiligen Franz wirklich nur ein elendes Stück braunen Stoffes ist - seine Albe hingegen, die er als Diakon im Gottesdienst, zur Ehre Gottes trug, ein wahrhaft kostbares Gewand. Er beanspruchte für sich kaum das nötigste, für Gott aber gab er alles.
Aus dieser Liebe zu Gott konnte er auch die Menschen lieben, in denen er Christus sah. Aus dieser Liebe zu Gott heraus, umarmte und küsste er den Aussätzigen.
Letztlich lebte er die Nachfolge Christi bis ins Letzte; er folgte dem Evangelium und nahm es als die einzige und wahre Regel für sich an. Er ging den Weg Jesu mit und machte auch vor den Schmerzen und dem Leid der Kreuzigung nicht halt, die er mystisch mitlitt.

Unser neuer Heiliger Vater hat sich ein großes Programm auferlegt und ich denke, er tat dies im vollen Umfange seiner Bedeutung und nicht nur in einem romantisch verklärten Blick, den die Medien so gerne vertreten. Nun kommt es darauf an, dass wir für ihn beten und er die Kraft hat, dieses Programm umzusetzen.
Ich wünsche unserem Papst Franziskus die Freude an der Schöpfung und Liebe zur Kirche seines neuen Namenspatrons; dessen Askese und Stärke, dessen Ideen und Treue, dessen Gabe, wie kaum ein anderer die Menschen von Gott zu begeistern.

Franziskus stützt die wankende Kirche im Traum Innozenz' III.

"Baue meine Kirche wieder auf!"




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