Sonntag, 31. März 2013

Ostersonntag - Das Grab ist leer!

Nun ist Ostern! 
Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaft auferstanden! 
Halleluja!

Caspar David Friedrich - am Ostermorgen
Immer wieder erstaunt mich beim Hören der Osterevangelien, dass es nicht die Apostel sind, die als erstes am Grab erscheinen. In ihrer liebevollen Sorge um den verstorbenen Meister sind es die Frauen aus seiner nächsten Umgebung. Mit wohlriechenden Salben wollen sie den Leichnam Jesu balsamieren. 
Doch als sie ankommen, ist das Grab leer. Wie kann das sein? Die Frauen sind ratlos und da erscheinen ihnen zwei Männer in leuchtenden Gewändern und künden es: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden! 
Da fällt es ihnen wie Schuppen von den Augen! Sie erinnern sich an die Worte Jesu. Der Menschensohn muss den Sündern ausgeliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tage auferstehen. 
Es ist alles wahr, es war nicht umsonst! Er hatte Recht!

In dieser Freude eilen die Frauen zu den Jüngern. Erst dann kommen sie zum Grab und mit dem Blick hinein auch zum Glauben.
Rembrandt - Frau warum weinst du?

Noch bewegender und sehr intim erzählt uns Johannes von einer weiteren österlichen Begegnung. Maria von Magdala weint um Jesus, er aber tritt ihr entgegen. Zunächst erkennt sie ihn nicht und hält ihn für den Gärtner, dann aber, als er sie beim Namen nennt, da erkennt sie ihn, ihren Meister, den Auferstandenen.

Auch uns will das Geheimnis des Osterfestes ansprechen. Der Auferstandene nennt uns beim Namen, wenn er sich uns in der Eucharistie in seinem Leib und Blut hingibt. Es ist jedes mal eine Einladung - auch wir dürfen ihn erkennen und glauben. 
Es ist wahr, er ist auferstanden, der Tod hat keine Macht mehr. Jesus gibt sich uns in die Hand, aber festhalten können wir ihn nicht. Vielmehr hält und erhält er nun uns.

Rembrandt - Noli me tangere


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