Montag, 3. Juni 2013

Den aufrechten Gang lernt der Mensch im Kniefall vor Gott

Leider konnte die Feier in diesem Jahr wegen der Unwetter nicht
im Freien stattfinden.
Dafür war die Kirche zur heiligsten Dreieinigkeit umso voller. 
Gestern feierten die katholischen Gemeinden der Stadt Halle ihr gemeinsames Fronleichnam. 
Zugast waren dabei in diesem Jahr unser Bischof Dr. Gerhard Feige, der der Messe vorstand, und der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kurt Kardinal Koch, der eine wirklich grandiose Predigt hielt.

Der Segen Gottes, der gerade zum Fronleichnamsfest mit der Eucharistie gespendet wird, umfasst die ganze Welt und so ist es auch wichtig, dass wir unseren Glauben nicht der Sakristei verstecken. Glaube ist keine Privatsache, er geht die ganze Welt an!
Dies ist freilich gerade in Europa, wo doch immerhin 80% der Menschen Christen sind, nicht mehr selbstverständlich. Europa scheint mehr und mehr zu einem säkularisierten Kontinent zu werden. Das Christentum ist mit seiner Geschichte daran selbst nicht unschuldig und so ist es umso wichtiger, in der ganzen Gemeinschaft der Christen, in der Ökumene den lebendigen Gott zu verkünden, wie es unser emeritierter Papst Benedikt XVI. damals bei seinem Besuch in Erfurt in Erinnerung gerufen hat. 
Die schönste Art der Verkündigung Gottes, so Kardinal Koch, ist die Anbetung. Das jedoch ist uns heute oft so fremd und scheint uns entwürdigend. Wir wollen nicht auf die Knie gehen, wir wollen aufrecht "unseren Mann stehen" und müssen dies in der Welt auch tun. Vor Gott aber dürfen wir anbetend niederknien und darin wirkliches Rückgrat zeigen. Dann spüren wir, dass wir unseren aufrechten Gang gerade von Ihm erhalten haben, vor dem wir nun niederknien dürfen und so lernt der fromme Mensch seinen aufrechten Gang gerade im Kniefall vor Gott.

Die ganze Predigt im Wortlaut gibt es hier, Bildquelle (alle vier Bilder).

Kurt Kardinal Koch bei der Predigt
Anbetung des Allerheiligsten 



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