Dienstag, 24. Dezember 2013

Das Licht der Weihnacht - das ewige Licht


Heute, an Heiligabend 2013 wäre meine liebe Oma 80 Jahre alt geworden. Früher hatten wir so am 24. Dezember immer neben der Bescherung und der Feier der Weihnacht einen weiteren schönen Grund zum Feiern und zur Freude. 
Seit 2007 ist das nun nicht mehr so und in jedem Jahr ist es schmerzlich, am Vormittag des Heiligen Abends zum Friedhof zu fahren, und Oma nun dort zu besuchen, für sie zu beten, und eine Kerze für sie anzuzünden.

Heute morgen bekam ich zudem die traurige Nachricht, dass der Onkel einer lieben Freundin nach schwerer Krankheit verstorben ist. Es sah schon in den letzten Wochen nicht gut aus und so hatte ich ihn auch immer wieder mit in das Gebet eingeschlossen. 

Auf dem Friedhof heute früh, als ich mit meiner Mutti für meine Oma betete, da habe ich auch diesen Onkel mit in das Gebet genommen. "Herr schenke den Verstorbenen die ewige Ruhe - und das ewige Licht leuchte ihnen... "

Das ewige Licht - In der Feier der Weihnacht gedenken wir der Geburt Christi. Im Dunkel der Nacht scheint uns ein Licht auf, es beginnt ganz klein und unscheinbar und wird doch immer heller und leuchtender. 
Dieses Geschehen war nicht nur vor 2000 Jahren, es ist auch heute. Licht und Dunkel sind in der Weihnacht wie mit einander verbunden. Die Geburt Jesu in der Krippe in Bethlehem war sicherlich menschlich gesehen keine Sternstunde, und doch brachte sie uns - bringt sie uns auch heute noch - so viel Licht und Geborgenheit. 

Gerade in den Stunden menschlicher Not und Trauer dürfen wir Christen wissen, dass das Dunkel nicht das Letzte ist. Wir wissen, dass Gott für uns Mensch geworden ist, geboren im Elend eines Viehstalles und doch sangen die Engel auf den Feldern das Gloria; doch kamen die Hirten und die Weisen und beteten an; und doch hat uns Christus die Erlösung und das ewige Leben gebracht. 
Geburt und Tod sind die Eckpfeiler menschlichen Lebens - dazwischen liegen die vielen Stunden des Glücks und der Freude aber auch des Leids und der Trauer; die Momente der Liebe und Geborgenheit, aber auch des Schmerzes und der Hoffnungslosigkeit. 
Oft liegen Licht und Dunkel nah beieinander, doch wir dürfen, gerade in dieser weihnachtlichen Zeit, gewiss sein, dass am Ende die österliche Freude der Auferstehung - das ewige Licht - Christus selbst auf uns wartet.

In diesem Sinne wünsche ich gnadenreiche Weihnachten und in aller Trauer um unsere Lieben den Blick auf die kleinen Lichter der Freude, des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, die die Finsternis erhellen. 

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