Dienstag, 17. November 2015

Hl. Gertrud die Große - Patronin des Bistums Magdeburg

Heute ist das Fest der heiligen Gertrud von Helfta, die wegen ihrer tiefen Mystik und ihres großen

Einflusses auch den Beinamen "die Große" trägt. Sie ist neben dem heiligen Norbert eine Patronin des Bistums Magdeburg. 
Gertrud lebte in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts und ist eine der drei großen Mystikerinnen von Helfta, die eine besonders innige Beziehung zum heiligsten Herzen Jesu und zur heiligen Eucharistie hatten und dadurch die hochmittelalterliche Mystik besonders prägten. Die sprachmächtigen Schriften Gertruds, die sie deutsch und lateinisch verfasste, zeugen von ihrer großen Bildung. Sie fanden auch in Spanien und den lateinamerikanischen Gebieten große Beachtung. So wird die Heilige auch in Spanien hoch verehrt und ist die Patronin Perus.
In ihrer Schrift "Der Gesandte der göttlichen Liebe" gibt Gertrud ein Lebenszeugnis und berichtet ein wenig von ihrer Jugend, die sie fernab des klösterlichen Lebens "in blinder Torheit" verlebte und "alles tat, was mir passte und möglich war", obwohl sie doch seit ihrem fünften Lebensjahr immer wieder von der göttlichen Liebe angerührt wurde. So steht die heilige Gertrud wohl, wie so viele bekannte Heilige, auch für eine innere Bekehrung und Läuterung im Laufe ihres Lebens. 
Vielleicht kann es uns heute auch Hoffnung geben, dass Gott in seiner Liebe jedes Herz berühren und zum Guten führen kann - seien es die verstockten, die lauen, die scheinbar so verdorbenen, von Hass verhärteten, dem Reichtum erlegenen - indem er sich uns ganz hingibt und uns "die unschätzbare Vertrautheit" seiner Freundschaft zuwendet.
Die heilige Gertrud von Helfta auf der Mitra Weihbischof Rintelens

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